Varianten des Petplays

Das Rollenspiel Petplay ist vielfältig.

An dieser Stelle kannst du verschiedene Rollen im Petplay kennenlernen. Und das ist nur eine kleine Auswahl.

Bei den Tierrollen sprechen wir von menschlichen Tieren, in Abgrenzung zu echten, biologischen Tieren.
Diese Definition kann in Gesprächen über das Thema durchaus hilfreich sein und Missverständnisse vermeiden.

Außerdem gibt es Unterschiede darin, wie genau Petplayer ihr Hobby gestalten. Welche Aspekte es beinhaltet findest du unter den Petplay-Dimensionen näher erläutert.


Menschen

Reiterin auf einem Pferd
angiwalch auf Pixabay

Wer mag, kann selbstverständlich allein in eine Tierrolle schlüpfen. Je nach Spielart kann das auf ganz eigene Weise Spaß machen.

Für die meisten Petplayer ist es allerdings schöner, wenn sie mit anderen interagieren.
Neben dem Spiel mit Gefährt*innen der eigenen Tierart, ist es üblich, dass sich Menschen um ihre Tierchen kümmern.

Besitzer*in, Halter*in

Das englische Wort "pet" heißt wörtlich übersetzt "Haustier".

Haustiere haben normalerweise Besitzer*innen, welche sich um das Wohlergehen ihrer Tiere kümmern.
Sie füttern, streicheln, erziehen, usw.
Manche Halter*innen sorgen auch dafür, dass die Tiere sich ausgiebig bewegen.

Ausbilder*in, Reiter*in, Polizist*in

Tierhalter wünschen sich oft, dass die Tiere gut erzogen sind. Darum kümmern sich die Martin Rütters und Maike Maja Nowaks dieser Welt.

Dabei kann es in der Ausbildung um Sozialverhalten und Disziplin gehen.
Manchmal geht es weiter, etwa mit der Reitausbildung oder der Abrichtung zum Wach- bzw. Spürhund.

Und das Erlernte wird durch viel Praxis vertieft.

Tierpfleger*in

Es kann passieren, dass sich eine Halter*in mal nicht um ihr Tierchen kümmern kann.

Gut, dass es Tierpfleger*innen gibt, welche die Tiere in Kurzzeit betreuen oder ihnen einen Wellnesstag mit Bad bescheren.

Tierärzt*in

Klar, dass Tiere manchmal krank werden.

Auch menschliche Tiere gehen dann in die Tierpraxis - zur akuten Behandlung oder Vorsorgeuntersuchung.

Bäuer*in, Stallmagd, Knecht

Bäuerin melkt eine Kuh
© OpenClipart-Vectors auf Pixabay

Die Haltung von Nutztieren stellt andere Anforderungen, als der Umgang mit Kätzchen oder Schoßhündchen.

Da wird die Bäuer*in schonmal von Stallmagd oder Knecht unterstützt.

Pferde striegeln, Kühe melken, Schweine füttern, ...
Ja das machen die Tiere nicht selbst.

Metzger*in

Diese Rolle, mit sehr starkem Dominanzanteil, kann für sich allein stehen oder als Mischrolle mit Bäuer*in, Stallmagd oder Knecht eingenommen werden.

Mitspieler sind in der Regel menschliche Schweine, denen deutlich vermittelt wird, dass es mit ihnen zuende geht. Theoretisch könnten auch menschliche Kühe oder Pferde die Mitspieler sein, was jedoch in der Praxis nicht bekannt ist.

Nein, in den Szenarien kommt es nicht zu Verletzungen.

Haustiere

Die am weitesten verbreiteten Rollen im Petplay, sind tatsächlich die Haustiere, welche dem Rollenspiel auch den Namen geben.

Katze

Vom Schmusekätzchen bis zum selbstbewussten Hausvorstand sind hier alle Varianten der Hauskatzen vertreten.

Für viele ist das Catplay oder Kittenplay ein leichter Einstieg ins Petplay.
Niedliche Aufstecköhrchen und Katzenschwanz gibt es im Karnevalsladen; das Spiel kann los gehen.

Das funktioniert wunderbar im eigenen Wohnzimmer.

Hund

Hund im Garten
©Hermes

Die öffentlich sicher bekannteste Rolle ist der Hund oder Welpe - also das Dogplay oder Puppyplay.

Auch hierzu reicht ein übersichtlicher Raum aus. Ausflüge in Wald und Flur bieten allerdings mehr Bewegungsfreiraum.

Hunde können leicht beschäftigt und trainiert werden.
Dabei reicht die Palette von der Unterordnung bis zu sportlichem Agilitytraining.

Pferd, Pony

Nighty wird longiert
©Nighty Swifthoof

Das Pferd oder Pony kann sehr vielfältig ausgestaltet werden und ist ebenfalls oft vertreten.

Beim Ponyplay variieren die Aktivitäten von der Dressur, über das Reiten bis zum Zugpferd vor der Kutsche/Sulky oder dem Arbeitspferd.

Pferde brauchen viel Platz für ihren Auslauf.

Und die Pferdchen haben sogar eine eigene Gewerkschaft.

Kuh

Sehr selten finden sich Hucows (abgekürzt vom Englishen "human cows" - auf Deutsch "menschliche Kühe").

Abgesehen davon, dass sie im Stall stehen können, werden sie je nach den anatomischen Möglichkeiten gemolken.
Diese Spielart wird oftmals erotisch aufgeladen.

Schaf

Schafe werden selten gesichtet.
Dann treten sie jedoch durchaus in der Gruppe auf.

Hier bieten sich kooperative Spiele mit anderen Petplayarten an; beispielsweise Hütehunde, welche angeleitet werden, die Schafe in vorgegebene Gebiete zu treiben.

Schwein

Auch das Pigplay (English "pig" für Schwein) wird sehr selten ausgelebt.

Schweine können im Stall oder draußen gehalten werden.

Sumpfige Tümpel bieten sich als Spielplatz an.
Die meisten menschlichen Schweine leben den Traum eines schmutzigen Schweines.

Manche möchten in der Rolle des Schweines auch zur Metzger*in geführt werden.

Wildtiere

Neben den Haustieren nehmen manche Petplayer die Rolle eines Wildtieres an.

Fuchs

Großkatze

Löwe, Jaguar, Leopard

Wolf

Zebra

Fabelwesen

Einhorn im Sonnenuntergang zwischen zwei Bäumen
© alavays auf Pixabay

Drache

Einhorn

Meerjungfrau

Weitere

Diese Liste ist zwangsläufig nur ein kleiner Einblick in die möglichen Rollen.

Alle denkbaren Tiere können verkörpert werden. Dabei ist es egal, ob es sich um real existierende Tiere oder Fantasiewesen handelt.
So sind auch Mischwesen möglich, wie beispielsweise Zentauren oder alt-ägyptische Gottheiten.

Eichhörnchen, Raupe, Delfin oder Adler zu verkörpern ist halt eine größere Herausforderung als die bisher genannten Rollen.
Grenzen setzen nur die menschliche Anatomie und Fantasie.